QuantumBW startet Transfer-Booster
12.02.26 4,2 Millionen Euro für Demonstratoren in Quantensensorik und ‑kommunikation
QuantumBW startet Transfer-Booster: Land fördert elf Anwendungsdemonstratoren der Quantentechnologie
Im Rahmen des Innovationscampus QuantumBW startet die neue Förderlinie „Transfer-Booster für Quantentechnologie-Demonstratoren“ des Landes Baden-Württemberg. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördern die Entwicklung von Demonstratoren im Bereich der Quantensensorik sowie der Quantenkommunikation mit 4,2 Millionen Euro.
Die geförderten Projektteams entwickeln innerhalb von zwölf Monaten quantenbasierte Machbarkeitskonzepte, Prototypen und Demonstratoren und erproben diese gemeinsam mit Praxispartnern. Im Fokus steht, frühzeitig Einsatzfelder, Produkte und Märkte zu identifizieren und damit den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft zu beschleunigen. Gefördert werden die Projekte durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg mit 4,2 Millionen Euro.
Quantentechnologien in die Anwendung bringen
Die Bandbreite der elf ausgewählten Vorhaben zeigt das Potenzial der Quantentechnologien für zentrale Zukunftsfelder: Sie reicht von Quantensensoren für die Krebsdiagnostik und die Echtzeit-Analyse von Tumorgewebe über quantensichere Kommunikationslösungen bis hin zur zerstörungsfreien Prüfung von Materialien im Bauwesen, der kontaktlosen Durchflussmessung in industriellen Anlagen, der Analyse von Batteriezellen oder der Satelliten-unabhängigen Navigation.
Akademische Partner der Vorhaben sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universitäten Stuttgart, Ulm und Heidelberg sowie das Universitätsklinikum Freiburg. Gemeinsam mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen – darunter die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung, das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik (IPM), das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF), das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM), das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit seinen Instituten für Technische Thermodynamik und Quantentechnologien – und weiteren Partnern aus der Industrie arbeiten sie in interdisziplinären Teams daran, neue Quantentechnologien in marktfähige Lösungen zu überführen.
Das Quanten-Ökosystem in THE LÄND
„In der Quantenwissenschaft ist Baden-Württemberg führend: Unser Innovationscampus QuantumBW bündelt die Expertise von Landesuniversitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Die neue Förderlinie ‚Transfer-Booster für Quantentechnologie-Demonstratoren‘ sorgt dafür, dass vielversprechende Forschungsergebnisse vom Labor in die Anwendung gelangen. Von solchen quantenbasierten Innovationen in Medizin, Umweltanalytik oder Materialprüfung profitieren in Zukunft die Menschen und die Wirtschaft im Land“, so Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut ergänzt: „Quantentechnologien sind Motor und Schlüssel der technologischen Zukunft. Wer ihr wirtschaftliches Potenzial frühzeitig nutzt, kann neue Märkte prägen und nachhaltige Wertschöpfung schaffen. Mit gezielten Impulsen unterstützen wir, dass aus exzellenter Forschung und Entwicklung Innovation, wirtschaftliche Stärke und Wettbewerbsfähigkeit entstehen.“
Als Innovationscampus des Landes vernetzt QuantumBW Universitäten, Forschungseinrichtungen, Hightech-Unternehmen und Start-ups und schafft ein offenes Ökosystem für die Entwicklung und Anwendung von Quantentechnologien. Mit der neuen Förderlinie stärkt das Land über QuantumBW gezielt den Transfer und baut die Position Baden-Württembergs als führenden Hightech- und Quantentechnologie-Standort weiter aus. Erste Ergebnisse der geförderten Anwendungsdemonstratoren werden im Rahmen von Veranstaltungen von QuantumBW präsentiert und mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutiert.
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